Wechsel der Depotbank – Tipps

Wer sich über hohe Gebühren oder schlechten Service ärgert, sollte die Bank oder den Broker wechseln. Wir sagen Ihnen, was Sie bei einem Depotwechsel beachten müssen.

Wie wird das Depot genutzt?

– Welche Wertpapierarten sollen gehandelt werden?
– Wie hoch ist das durchschnittliche Ordervolumen?
– Sollen Fonds verwaltet werden?
– Soll Geld in Fonds-Sparplänen angelegt werden?
– Sollen Vermögenswirksame Leistungen möglich sein?

Der zukünftige Broker sollte genau auf das persönliche Anlageprofil untersucht werden.

Depot übertragen

Grundsätzlich ist der Übertrag von Wertpapieren von einer Bank zu einer anderen kostenfrei. So hat es der Bundesgerichtshof entschieden. (Aktenzeichen: XI ZR 200/03). Es gibt allerdings die Ausnahme, wenn an einer ausländischen Börse (z.B. NASDAQ)  Wertpapiere erworben wurden und diese zu einer deutschen Sammelstelle umgezogen werden sollen. Hier können Gebühren bei der Sammelstelle anfallen.

Der Depotumzug selbst kann etwas dauern. Von einigen Tagen bis zu zwei Wochen ist hier die Regel. In dieser Zeit können die Wertpapiere nicht gehandelt werden. Risikoreiche Derivate (Optionsscheine und Zertifikate) eignen sich deshalb nur sehr eingeschränkt für einen Depotwechsel.

Wenn Papiere noch vor der Einführung der Abgeltungssteuer angeschafft wurden, sollte darauf geachtet werden, dass die übertragende Bank die Erwerbszeitpunkte an die neue Bank übermittelt. So gehen eventuelle Steuervorteile nicht verloren. In der Regel werden diese Daten aber automatisch mitübertragen.

Depotlöschung

Ein Wertpapierübertrag setzt nicht in jedem Fall auch eine Löschung des alten Depots voraus. Gelöscht wird es nur, wenn ein entsprechender Auftrag gegeben wurde. Normalerweise ist dieser Auftrag Bestandteil der Übertragsformulare der Banken. Trotzdem sollte man auf diesen Punkt achten, damit nicht weitere Kosten für das alte Depot entstehen.

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Autor:Thomas

hat früher bei einem Online-Broker gearbeitet. Berichtet hier über Neukundenaktionen, Vor- und Nachteile bestimmter Broker, Konditionsmodelle und Trading-SetUps.Google+

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