DAX 30

Der DAX stellt den mit Abstand wichtigsten Index für deutsche Aktien dar, der für Analysten sowie professionelle und private Anleger gleichermaßen von überragender Bedeutung ist. Als Leitindex der deutschen Börse wird er aus den Notierungen der 30 größten deutschen Aktien, den sogenannten „Blue Chips“, berechnet. Seine Entwicklung repräsentiert nicht nur das aktuelle Geschehen am deutschen Aktienmarkt, sondern dient auch als Indikator für die Situation der deutschen Wirtschaft und Konjunktur insgesamt.

Geschichte

Der DAX ist ein relativ junger Aktienindex, er wurde am 1. Juli 1988 erstmals veröffentlicht, damals notierte er mit 1163 Punkten. Seine Normierung erfolgte auf den Stichtag 31. Dezember 1987 mit dem Basiswert 1000. Seit seiner Einführung wird der DAX stets als Realtime Index, also auf Basis der laufenden Kurse ermittelt, so dass er stets ein unmittelbares Bild des aktuellen Marktgeschehens an der Börse liefert.

Zusammensetzung

Der DAX repräsentiert mehr als 60 Prozent des gesamten Grundkapitals aller deutschen Aktien, die an der Börse gehandelt werden. Bei der Auswahl der Aktiengesellschaften, die in den DAX aufgenommen werden, stellt die Marktkapitalisierung unter besonderer Berücksichtigung des Freefloats und des Börsenumsatzes das entscheidende Kriterium dar. Nur Unternehmen, deren Anteile sich zu mindestens 10 Prozent im frei handelbaren Streubesitz befinden, werden in den DAX aufgenommen. Darüber hinaus müssen sie im Prime Standard gelistet sein, für dieses Marktsegment an der deutschen Börse gelten internationale Berichts- und Offenlegungsstandards.
Die Gewichtung innerhalb des DAX erfolgt ebenfalls auf Basis der Börsenkapitalisierung: Je größer der Gesamtwert einer Aktiengesellschaft ist, der sich aus der Multiplikation der Kursnotierung mit der Anzahl der Aktien ergibt, desto stärker fällt auch ihre Gewichtung in diesem Index aus. Die Berechnung des DAX wird nach der Methode von Laspeyres vorgenommen. Weitere Infos zur Berechnung finden sich z.B. bei investor-verlag.de

Jedes Jahr erfolgen Überprüfungen der Zusammensetzung und Gewichtung des DAX, die oft zum Ergebnis haben, dass Aktiengesellschaften nicht mehr im deutschen Leitindex geführt werden oder aber auch neu in diesen aufgenommen werden.