Trade Republic mit neuen außerbörslichen Handelspartnern

Trade Republic erweitert den außerbörslichen Handel mit Produkten von Citi und Société Générale.

Bisher konnten Kunden von Trade Republic nur Derivate (Zertifikate, Optionsscheine) des Emittenten HSBC über die App handeln. Nun wurde das Angebot um zwei weitere namhafte Derivate-Emittenten ergänzt. Ab sofort stehen über 300.000 handelbare Hebelprodukte bereit.

Interessanterweise ist das Derivate-Angebot aber auf Hebelprodukte beschränkt. Es können also Faktor-Zertifikate, Knock-Outs, Turbos und Optionsscheine gehandelt werden, aber keine Anlage-Zertifikate wie z.B. Discount-, Express- oder Bonus-Zertifikate. In Deutschland haben Anlagezertifikate einen größeren Marktanteil als Hebelprodukte (s. Studie des Deutschen Derivate Verbandes), allerdings sind sie eher etwas für erfahrene Investoren. Daher hat Trade Republic hier vielleicht zunächst auf diese Produktgattung verzichtet.

Keine Knock-Outs auf US-Werte möglich

Was dagegen nicht möglich ist, sind Knock-Outs und Faktor-Zertifikate auf US-amerikanische Basiswerte wie z.B. Tesla oder Apple. Schuld daran ist die US-amerikanische Steuergesetzgebung (871m), die aber auch andere deutsche Broker gezwungen hat, Hebelprodukte auf US-Werte aus dem Programm zu nehmen. In diesem Fall bleibt nur die Möglichkeit, mit Optionsscheinen auf US-Werte zu spekulieren.

Der Derviate-Handel kostet bei Trade Republic generell 1€ pro Order. Ein Mindestordervolumen gibt es nicht.

Einzahlungen per Kreditkarte

Neben den neuen Derivate-Partnern wurden auch weitere Einzahlungsmöglichkeiten geschaffen. Bisher konnte das Trade Republic-Verrechnungskonto nur per SEPA-Überweisung kapitalisiert werden. Ab sofort ist es auch möglich, auf das Konto per Apple Pay oder per Kreditkarte zu überweisen. Das bringt mehrere Vorteile mit sich, zum einen ist die Einzahlung per Kreditkarte schneller als bei einer herkömmlichen SEPA-Überweisung. Das Geld steht also schneller für Wertpapierkäufe zur Verfügung, zum anderen nutzen einige Kunden Kreditkarten mit Prämiengutschriften (z.B. Miles and More). In diesem Fall erhalten sie Punkte für die Zahlungen, die über die Kreditkarte abgewickelt werden.

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Autor:Thomas

hat früher bei einem Online-Broker gearbeitet. Berichtet hier über Neukundenaktionen, Vor- und Nachteile bestimmter Broker, Konditionsmodelle und Trading-SetUps.mein Depotvergleich der Top-Broker

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