kostenloses Wertpapiertrading: justTrade steht in den Startlöchern

Mit justtrade wird ein neuer Broker angekündigt, der das Zeug dazu hat, Brokerage in Deutschland zu revolutionieren.

In der Startup-Branche spricht man ja gerne von Disruptieren und meint damit, ein etabliertes Geschäftsmodell neu zu erfinden und dabei das alte zu zerstören. Nichts weniger haben die beiden Macher von justTRADE.com derzeit vor. Ihre Mission ist, einen für den Endkunden kostenlosen Wertpapierhandel anzubieten.

Hinter justtrade stecken mit Ralf Oetting und Michael Bußhaus zwei erfahrene Bank-Manager, die schon bei der OnVista Bank erfolgreich zusammengearbeitet haben. Bußhaus war später Bereichsleiter bei der Comdirect, die seinerzeit die OnVista Bank übernommen hatte. Die zwei haben also viel Erfahrung und wissen durchaus, wie der Markt funktioniert.

Wenn schon der Kunde keine Provisionen zahlen muss, wollen die beiden ja trotzdem kostendeckend arbeiten bzw. auch etwas an dem Gechäftsmodell verdienen. Tatsächlich zahlen die meisten Emittenten und teilweise auch Börsenplätze den Brokern kleinere Rückvergütungen für dort platzierte Wertpapiertrades. Ab 40.000 Kunden soll das Geschäftsmodell funktionieren, rechnet Gründer Oetting im Interview vor.

Zum Start möchte man den Handel an zwei Börsenplätzen (Quotrix und LS Exchange) und vier Emittenten anbieten. Insofern wird Börslicher Handel und außerbörslicher Handel möglich sein, was sicherlich ein Pluspunkt ggü. dem Angebot z.B. von DEGIRO darstellt. Die niederländischen Preisbrecher bieten keinen außerbörslichen Handel an und scheiden damit für viele Heavy Trader, die auf den Zertifikate- und Optionsscheinhandel setzen, aus.

Das Angebot von justTrade ist derzeit noch nicht live. Interessenten können sich in einen Mailverteiler eintragen und erfahren dann, wenn es möglich ist, die ersten Depoteröffnungen zu tätigen. Sicher ist, dass das Angebot von justTrade den deutschen und vielleicht später auch den europäischen Markt für Wertpapierhandel ordentlich durcheinander wirbeln dürfte. Spannend wird zudem zu beobachten, wie die etablierten Broker auf justTrade reagieren. Insbesondere die Broker, die sich über günstiges Trading definieren, werden hier neue Konzepte brauchen. Vielleicht ist es daher mehr als nur Zufall, dass Flatex z.B. gerade in den Niederlanden ein ebenfalls kostenloses Angebot testet.

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Autor:Thomas

hat früher bei einem Online-Broker gearbeitet. Berichtet hier über Neukundenaktionen, Vor- und Nachteile bestimmter Broker, Konditionsmodelle und Trading-SetUps.Google+

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